Erste Hilfe am Hund
Hinweis!
Als erstes ein Hinweis: Diese Tipps zur Ersten Hilfe am Hund sind meist Erfahrungen,
Es wird KEINE Haftung für die Richtigkeit dieser Tipps, oder für irgendwelche Schäden, die durch die Anwendung dieser entstehen, übernommen.
Vorarbeit
Um im Ernstfall genau feststellen zu können, wo dem Hund etwas fehlt, sollte man den Hund im gesunden Zustand wenigstens einmal im Vierteljahr genau unter die Lupe nehmen:
Genau schauen, wie er sich hinlegt, wie er aufsteht, wie er läuft, wie er schläft.
Wenn der Hund dann irgendwann einmal etwas haben sollte, erkennt man sehr schnell,
ob der Hund hinkt, mit welchem Fuß er hinkt und kann dann genauer nachsehen,
ob er dort einen Splitter oder einen Dorn im Ballen hat,
oder ob er zum Beispiel im Winter einfach nur Schneeklümpchen zwischen den Zehen hat, was bei Hunden mit langen Haaren an den Pfoten oft vorkommt.
Die "Voruntersuchung" sollte auch soweit gehen, dass man den Ruhepuls des Hundes feststellt.
- Dazu legt man die vier Finger einer Hand (ohne Daumen!) beim seitlich liegenden Hund an die obere Innenseite der Hinterläufe und sucht die dortige Schlagader. Dann zählen Sie die Schläge in einer Minute.
- Da das Herz des Hundes unregelmäßig schlägt1, reicht es nicht nur 15 Sekunden zu messen und das Ergebnis zu multiplizieren.
- Diesen Wert irgendwo auf einem gut greifbaren Zettel notieren.
- Normalwerte liegen zwischen 80 bis 120 Schlägen pro Minute.
- Im Ernstfall kann man an der Abweichung des Herzschlags und an der Stärke des Herzschlags feststellen, ob der Hund evtl. eine innere Verletzung hat, oder evtl. unter Schock steht.
- Normalwerte liegen zwischen 80 bis 120 Schlägen pro Minute.
- Auch sollte man sich das Zahnfleisch des Hundes einmal ansehen, welche Farbe es hat.
- Nun einmal an einer möglichst Rosa-farbenen Stelle mit dem Finger aufdrücken und wieder loslassen. Nach ca. 10 Sekunden muss die Stelle wieder gut durchblutet sein.
- Nun einmal an einer möglichst Rosa-farbenen Stelle mit dem Finger aufdrücken und wieder loslassen. Nach ca. 10 Sekunden muss die Stelle wieder gut durchblutet sein.
- Zuletzt noch die Körpertemperatur: Beim Hund nur rektal (im After) messen, da die neuartigen "Thermoscan"®-Geräte ("Im-Ohr-Messgeräte") nur für das menschliche Ohr taugen3. Die Normaltemperatur beträgt bei großen Hunden ca. 38,0 und bei kleinen Hunden bis zu 39,5 Grad Celsius.
1 Beim Hund liegen Lunge, Herz und Magen im Körper so, dass wenn der Hund einatmet, das Herz "leerpumpen" muss, um Platz für die Atmung zu haben. Deshalb "stolpert" das Herz eines Hundes manchmal. Dies ist völlig normal und NICHT (wie beim Menschen z.B.) krankhaft.
2 Wenn der Herzschlag extrem Schnell wird, aber nur noch ganz schwach zu spüren ist, dann besteht Verdacht auf Schock. Abhilfe: Kopf tief lagern, das Hinterteil und den Rest des Körpers schräg nach oben erhöht Lagern, sofort zum Tierarzt wegen Lebensgefahr!
3 Der menschliche Gehörgang ist sehr gerade. Die Messgeräte nutzen dies aus und messen die Temperatur auf dem Trommelfell des Ohres. Der Gehörgang des Hundes ist sehr stark abgewinkelt, es besteht keine freie Sicht auf das Trommelfell, und somit können diese Geräte nichts sinnvolles messen.
Ernstfall
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Anzeichen / Symptome |
Was ist zu tun? |
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Der Hund jault und versucht sich an der Pfote zu lecken |
Den Hund beruhigen, auf die Seite legen und die Pfote genau untersuchen. Vermutlich ein Schnitt oder ein Fremdkörper. Wenn ein (Auto-)Verbandkasten vorhanden ist, eine Mullkompresse nehmen und nicht zu fest mit einer Binde an der Pfote fixieren. Als Ersatz ein T-Shirt, Unterhemd oder anderes, möglichst sauberes Stück Stoff umbinden und schnellstens zum Tierarzt. KEIN Papiertaschentuch nehmen, da dieses fusselt und der Arzt dann evtl nicht nähen kann! |
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Der Hund speichelt stark, leckt sich das Maul und kratzt mit der Pfote daran. |
Der Hund hat vermutlich ein Stöckchen oder ein Stück Knochen oder ähnliches zwischen den Zähnen klemmen. Den Hund beruhigen, auf die Seite legen, den Fremdkörper entfernen. |
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Der Hund winselt, legt sich auf den Boden, kratzt evtl. mit der Pfote an einer Stelle, bekommt Ausschlag (Bauch, Schenkelinnenseite) |
Der Hund wurde von einer Wespe oder Biene gestochen. Stich sofort mit Essig betupfen, um das Gift zu neutralisieren, bei schnell auftretendem, starkem Ausschlag zum Tierarzt, da der Hund allergisch au das "Bienengift"(Histamin) reagiert. Dieser gibt ihm dann eine Spritze mit einem "Anti-Histaminikum", und der Spuk ist innerhalb von 5 Minuten vobei. |
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Der Hund ist stark apatisch (Lustlos, schlapp), Körpertemperatur unter Normal, im Maul kann man auf den Schleimhäuten kleine, ca. Stecknadelkopfgroße rote Punkte (Blutungen) sehen, es riecht evtl. nach Bittermandel |
Höchste Eile! Ab zum Tierarzt! Der Hund hat irgendwo Rattengift gefressen! wenn nicht schnellstens ein Gegengift verabreicht wird, verblutet der Hund innerlich. |
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Der Hund winselt, japst nach Luft, schwankender Gang, geschwollene Schleimhäute im Bereich des Maules |
Der Hund hat vermutlich an einer Kröte gerochen/geleckt. Diese sondern dann ein Gift ab, das sie dem Hund ins Gesicht spritzen. Dieses bewirkt die Schwellung und die Schmerzen. Den Kopfbereich kühlen, mit klarem Wasser spülen (nicht in die Ohren!) und zum Tierarzt. |
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Der Hund hat nach dem Fressen herumgetollt und kurz aufgejault. Kurze Zeit später (10-30 Minuten) beginnt der Hund immer dicker zu werden, beim abklopfen hört es sich hohl wie eine Trommel an |
Sofort zum Tierarzt! Der Hund hat eine Magendrehung. Der Magen des Hundes ist abgeschnürt und die Fressensteile beginnen zu gären. Wenn der Hund nicht innerhalb der nächsten 30 Minuten beim Tierarzt ist, reißt die Magenwand und der Mageninhalt gerät in die Bauchhöhle, was mit äußerster Wahrscheinlichkeit zum Tode führt! |
Beim Verbinden der Pfotenballen darauf achten, dass zwischen die Zehen ein wenig Watte gelegt wird (also drei Stückchen Watte). Wenn dies nicht gemacht wird, scheuert sich der Hund zwischen den Zehen Wund, was unnötige Heilungsverzögerung und Schmerzen mit sich bringt.
Wenn Sie noch weitere Fragen hierzu haben, fragen Sie einfach Ihren Tierarzt (Gelbe Seiten, Rubrik "Tierärzte"). Er wird Ihnen gern einige Tipps, Tricks und Kniffe (z.B. Fixierung der Schnauze, etc.) rund um die Versorgung des Hundes zeigen.



