Standard des Irish Terriers
|
Secrétariat Général:
FCI-Standard Nr. 139/20.03.1998/D |
||
|
|
||
|
Verwendung: |
Stets präsenter Hofhund, Familienhund, Wachhund, der Gefahren oder Verletzungen
|
|
|
Klassifikation FCI: |
Gruppe 3 Terrier
|
|
|
Kurzer geschichtlicher Überblick: |
Irland hat vier Terrierrassen hervorgebracht, die sich alle deutlich von den Terrierrassen des Kontinents und Englands unterscheiden. Die in der heutigen Zeit offiziell als "Irish Terrier" bezeichnete Rasse ist möglicherweise die älteste der irischen Terrierrassen, jedoch sind schriftliche Hinweise so selten, daß dies schwerlich schlüssig zu beweisen wäre.
|
|
|
Allgemeines Erscheinungsbild: |
Der Irish Terrier muß aktiv, lebhaft, geschmeidig und drahtig erscheinen und viel Substanz haben, ohne dabei jegliche Unbeholfenheit erkennen zu lassen, denn sowohl Geschwindigkeit und Ausdauer als auch Kraft sind für die Rasse von essentieller Bedeutung. Der Irish Terrier darf weder unbeholfen noch unförmig wirken; die Umrisse seines Körpers und seine Gestalt sollten Schnelligkeit, Anmut und Flüchtigkeit demonstrieren. |
|
|
Verhalten/Charakter (Wesen): |
Der Irish Terrier ist, obwohl entschlossen und fähig, sich anderen Hunden gegenüber zu behaupten, bemerkenswer treu, gutmütig und dem Menschen liebevoll zugetan; wenn er angegriffen wird, zeigt er jedoch Löwenmut und kämpft bis zum bitteren Ende. |
|
|
Kopf: |
lang, ohne Falten |
|
|
Oberkopf: |
Schädel: Flach und ziemlich schmal zwischen den Ohren, zu den Augen hin noch etwas schmaler werdend.
|
|
|
Gesichtsschädel: |
Nase: Muß schwarz sein.
|
|
|
Hals: |
Sollte von ansehnlicher Länge sein und sich zu den Schultern hin allmählich verbreitern; er sollte gut getragen werden und keine lose Kehlhaut aufweisen. An beiden Seiten bildet sich gewöhnlich eine leichte Halskrause, die fast bis zum Ohransatz verläuft. |
|
|
Körper: |
Sollte ausgewogen sein, weder zu lang noch zu kurz. |
|
|
Rücken: |
Sollte kräftig und gerade sein, ohne jegliches Anzeichen von Schlaffheit hinter den Schultern. |
|
|
Lendenpartie: |
Muskulös und sehr leicht gebogen. Eine Hündin darf in der Lendenpartie etwas länger sein als der Rüde. |
|
|
Brust: |
Tief und muskulös, jedoch nicht mächtig oder breit, mit gut gebogenen Rippen; eher tief als rund, wobei die Rippen gut nach hinten reichen. |
|
|
Rute: |
Sollte ziemlich hoch angesetzt sein und fröhlich getragen werden, jedoch nicht über den Rücken ;gezogen oder geringelt sein. Sie sollte eine gute Stärke und Substanz haben und ziemlich lang sein; das Kupieren auf ungefähr ¾ der Gesamtlänge ist richtig; sie ist gut von rauhem Haar bedeckt und frei von jeglicher Franse oder Befederung. |
|
|
Gliedmaßen: |
Sowohl die Vorder- als auch die Hinterläufe sollten in der Bewegung gerade nach vorn geführt werden.
|
|
|
Pfoten: |
Sollten kräftig, ziemlich rund und mäßig klein sein; die Zehen sind gebogen und stehen weder nach außen noch nach innen; schwarze Krallen sind äußerst erwünscht. Die Ballen sind gebrauchstüchtig und frei von Rissen oder brüchigen Wucherungen. |
|
|
Gangwerk: |
Vorder- und Hinterläufe werden gerade und parallel nach vorn geführt; die Ellenbogen bewegen sich parallel zum Körper und arbeiten frei an dessen Seiten; die Kniegelenke drehen weder einwärts noch auswärts. |
|
|
Haarkleid: |
Haar: Sollte dicht und drahtig in der Textur sein, gebrochen ("broken" harsch und hart) erscheinen und dennoch flach anliegen, wobei die einzelnen Haare so dicht und stark nebeneinander wachsen, daß die Haut nicht zu sehen ist, selbst wenn man des Haar mit den Fingern teilt; das Haar ist weder weich noch seidig und, besonders an der Hinterhand, keinesfalls so lang, daß die Körperumrisse verdeckt würde, und des ist frei von Locken oder Kräuselung, Das Haar am Gesichtsbereich ist genauso zu beschreiben, jedoch kurz (ca ¼ inch = ca. 6 mm lang), fast glatt und gerade, ein angedeuteter Bart zeigt die einzigen langen Haare (und diese lang nur im Vergleich mit dem übrigen Haar), die erlaubt sind, ein Charakteristikum. Ein "Ziegenbart" deutet auf ein seidiges, schlechtes Haar am gesamten Körper hin. Die Läufe sind nicht befedert und, ebenso wie der Kopf, mit Haar bedeckt, das genauso hart, jedoch nicht so lang ist wie das Körperhaar. |
|
|
Farbe: |
Der Hund sollte einheitlich gefärbt sein; besonders bevorzugt werden ein leuchtendes Rot, Rot-weizen oder ein gelbliches Rot. Weiß findet sich gelegentlich an Brust und Pfoten, was an diesen allerdings mehr zu beanstanden ist als an der Brust, denn einen weißen Fleck findet man bei allen einfarbigen Rassen dort häufiger. |
|
|
Größe und Gewicht: |
Schulterhöhe: Annähernd 18 inches (45 cm).
|
|
|
Fehler: |
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen soll. |
|
|
Ausschließende Fehler: |
Nase: Jede andere Farbe als Schwarz.
|
|
|
N.B. |
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. |
|
|
Ergänzende Anmerkung: |
Die ab dem 01. Juni 1998 gültige Änderung des Tierschutzgesetzes hat auch für die Rasse Irish Terrier direkte Folgen in Bezug auf den Rassestandard. Ab diesem Datum tritt in Deutschland die Regelung eines generellen Kupier-Verbotes in Kraft.
|
|
|
|
Übersetzung: Elke Peper
|
|
|
|
|
|



